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SSG-Goalballer sammeln zum Auftakt drei Punkte in Chemnitz

  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Deutlicher Sieg gegen Leipzig – klare Niederlage gegen Meister Rostock

 

Marburg/Chemnitz, 23.03.2026

 

Mit einem Sieg und einer Niederlage ist die SSG Blista Marburg in die neue Saison der Goalball Bundesliga gestartet. Am ersten Spieltag in Chemnitz zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Weil eine ordentliche Leistung gegen den Aufsteiger aus Leipzig, musste sich jedoch dem amtierenden Deutschen Meister geschlagen geben.

 

Souveräner Auftaktsieg gegen Leipzig

Im ersten Saisonspiel traf die SSG auf den Aufsteiger L. E. Sport Leipzig. In den Anfangsminuten benötigten die Marburger noch etwas Zeit, um offensiv ins Spiel zu finden. Mit zunehmender Spielzeit übernahm die SSG jedoch die Kontrolle, insbesondere Nationalspieler Nils Emig setzte immer wieder offensive Akzente.

Zur Halbzeit führte Marburg komfortabel mit 6:2. Auch im zweiten Durchgang blieb die SSG spielbestimmend. Neben Emig konnte sich nun auch Nationalspieler Kürsat Özdemir in die Torschützenliste eintragen. Zwar nutzten die Leipziger einige Unstimmigkeiten in der Marburger Defensive, insgesamt blieb der Sieg jedoch ungefährdet. Mit einem klaren 14:7 sicherte sich die SSG die ersten Punkte der Saison. Erste Bundesligaminuten sammelten auch Rückkehrer Burak Elekci sowie Centerspielerin Jelan Alkhalaf von der zweiten Mannschaft der SSG.

 

Rostock lässt Marburg keine Chance

Im zweiten Spiel des Tages wartete mit dem RGC Hansa Rostock der amtierende Deutsche Meister. Die Rostocker hatten zuvor den Titelkonkurrenten aus Chemnitz deutlich mit 11:3 besiegt und gingen entsprechend selbstbewusst in die Partie.

Von Beginn an zeigte Rostock seine Offensivstärke und setzte sich früh mit vier Treffern ab. Die SSG bekam zwar drei Strafwürfe (=Penalties – hierbei muss ein Spieler nach einem nicht regelkonformen Wurf das 9 m lange Tor alleine verteidigen) zugesprochen, konnte daraus jedoch zu wenig Kapital schlagen – lediglich Nils Emig verwandelte einen Versuch. Im Angriff fehlte es den Marburgern häufig an der nötigen Präzision, während Rostock seine Chancen konsequent nutzte. Am Ende stand eine deutliche 1:11-Niederlage.

 

„Wichtige Erkenntnisse zum Saisonstart“

Cheftrainer Stefan Weil zog nach dem Spieltag ein gemischtes Fazit:

„Gegen Leipzig haben wir es defensiv über weite Strecken gut gemacht und sind offensiv mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel gekommen. Gegen Rostock hat man den Unterschied zur Spitze deutlich gesehen – sie bestrafen Fehler in der Defensive konsequent und spielen sehr abgeklärt. Offensiv konnte meine mannschaft nur wenig Gefahr ausstrahlen. Bis zum Spieltag im Mai müssen wir durch Training unsere defensiven Aussetzer minimieren und offensiv die Gegner vor mehr Herausforderungen stellen.“

 

Blick auf den nächsten Spieltag

Der nächste Spieltag findet am 30. Mai in Leipzig statt. Dort trifft die SSG auf den Chemnitzer BC, den VfL Blau-Weiß Neukloster sowie den BSS Ilvesheim. Ilvesheim, Neukloster und Marburg haben alle drei Punkte und lediglich die Tordifferenz trennt die Mannschaften voneinander.

 

Was ist Goalball?

Goalball wird auf einem volleyballgroßen Spielfeld (9 × 18 m) gespielt. Die Tore erstrecken sich über die gesamte Grundlinie und sind 1,30 m hoch. Gespielt wird drei gegen drei mit einem 1.250 g schweren Ball, in dessen Innerem sich Glöckchen zur akustischen Wahrnehmung befinden. Das eigene Tor wird mit der gesamten Körperlänge verteidigt, und alle Spieler tragen während des Spiels ausnahmslos lichtundurchlässige Brillen. Die Orientierung erfolgt ausschließlich durch gute Kommunikation und tastbare Linien auf dem Boden.

Der Ball erreicht dabei Spitzengeschwindigkeiten von über 80 km/h. Da ein Team pro Angriff maximal zehn Sekunden Zeit hat, entwickelt sich für Spieler wie Zuschauer ein rasantes, dynamisches Spiel mit vielen hochklassigen Torchancen und teils spektakulären Paraden. Hat eine Mannschaft einen Vorsprung von zehn Toren, wird das Spiel vorzeitig beendet.

Goalball ist überdies eine inklusive Sportart – auch Menschen ohne Sehbehinderung können national Goalball spielen.

 
 
 

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