Erfolgreiches HBRS-Schwimm-Team bei der IDM in Berlin
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Die hessischen Para-Schwimmer haben bei den 40. Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) in Berlin ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Mit Medaillen, Finalteilnahmen und internationalen Bestätigungen sorgten die elf Aktiven aus sechs hessischen Vereinen vom 10. bis 12. Mai für zahlreiche Höhepunkte in der Hauptstadt.
Die IDM fand erneut in einem hochkarätigen internationalen Umfeld statt. Bereits vor den Meisterschaften wurde in Berlin ein Weltcup von World Para Swimming ausgetragen, wodurch zahlreiche internationale Spitzenathleten vor Ort blieben. Viele Titel gingen an Teams aus Brasilien, Spanien, Großbritannien oder Tschechien – doch auch die deutsche Hymne erklang mehrfach in der Schwimmhalle. Über 1100 Vorlaufstarts sorgten an den drei Wettkampftagen für ein intensives, aber optimal getaktetes Programm mit genügend Raum für die abendlichen Finals.
Besondere Aufmerksamkeit galt Tristan-Joel Michaels vom SSV Hünfeld. Im Rahmen des Weltcups wurden seine Startklassen auch international bestätigt – ein wichtiger Schritt auf seinem sportlichen Weg. Bereits im Vorfeld hatte sich ein Teil des HBRS-Teams in Berlin auf die IDM vorbereitet und konnte dadurch wertvolle Weltcup-Erfahrung sammeln.
Bei der IDM überzeugte Tristan vor allem mit starken Rücken- und Freistilleistungen. Gleich zum Auftakt schwamm er über 200 Meter Freistil mit 515 Punkten auf Rang drei der Internationalen Deutschen Jugendwertung und durfte sich bei der Siegerehrung über Medaille und Berliner Bärchen freuen. Auch über 100 Meter Rücken sicherte er sich Bronze in der Jugendwertung. Zum Abschluss folgte dann sogar Silber über 200 Meter Rücken. Besonders emotional: Da der Sieg an Eneas Polonius Gil vom Berliner Schwimmteam ging, erklang bei der Siegerehrung die deutsche Hymne – ein besonderer Moment auch für Tristan. Zusätzlich gewann er Bronze in der nationalen Wertung aller deutschen Teilnehmer.
Ebenfalls jubeln durfte Maximilian Ott vom WSV Delphin Großauheim. Seine starke Leistung über 200 Meter Schmetterling wurde mit Silber in der Internationalen Deutschen Jugendwertung belohnt.
Für Katharina Ganz vom Rüsselsheimer Schwimm-Club stand vor allem die Jagd nach Finalteilnahmen im Mittelpunkt – und die verlief erfolgreicher als erhofft. Gleich viermal schaffte sie den Sprung in die Endläufe. Neben ihren Bruststrecken startete sie auch über 200 und 400 Meter Lagen sowie über 400 Meter Freistil. Bereits am ersten Wettkampftag sorgte sie über 400 Meter Lagen für einen Podestplatz im internationalen Feld und gewann Bronze. In der nationalen deutschen Wertung sicherte sie sich zusätzlich Silber. Über 50 Meter Brust erreichte Katharina sogar das A-Finale, während sie über 100 Meter Brust und 200 Meter Lagen jeweils im B-Finale antrat.
Ein echtes Mammutprogramm absolvierte Finja-Sophie Höhl von WF Fulda. Zehn Meldungen, acht Finalteilnahmen und damit insgesamt 18 Starts in nur drei Tagen sprechen für enorme Belastbarkeit und eine starke Trainingsbasis. Über 100 Meter Schmetterling qualifizierte sie sich sogar für das A-Finale und gewann Bronze in der Internationalen Deutschen Jugendwertung. Eine weitere Bronze-Medaille folgte über 200 Meter Rücken.
HBRS-Landestrainer Thomas Hoppe zog am Ende der Meisterschaften ein äußerst positives Fazit:„Dass es jeder unserer Teilnehmer mindestens einmal in ein Finale geschafft hat, ist ein Erfolg für die Leistungen im HBRS-Team“, erklärte er nach der Veranstaltung. „Damit lernt man, zweimal am Tag Höchstleistung zu bringen. Und im Finale schwimmt man gegen Konkurrenten auf ähnlichem Punkte-Niveau.“
Besonders beeindruckt zeigte sich Hoppe von der Entwicklung und Einstellung seiner Athletinnen und Athleten: „Jeder hat Ziele und bringt viel Energie im Training ein, um sich beim nächsten Wettkampf noch besser zu zeigen.“
Nach den erfolgreichen Tagen von Berlin richtet sich der Blick nun bereits auf das nächste große Ziel: die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften Mitte November in Fulda.







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