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SSG-Goalballer starten in Odivelas in die Champions-League-Qualifikation

  • vor 11 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Marburger Goalballer kämpfen in Portugal um Ticket für die Endrunde in Berlin

 

Marburg/Lissabon, 16.02.2026.

 

Die SSG Blista Marburg reist vom 20. bis 22. Februar zum ersten von insgesamt drei Qualifikationsturnieren der Goalball Champions League nach Odivelas bei Lissabon. In Gruppe A trifft der deutsche Bundesligist auf FC Porto (POR), ASD Omero Bergamo (ITA) und die Fen Tigers (GBR). Die jeweils drei besten Teams jeder Qualifikationsrunde lösen im September das Ticket für die finale Endrunde in Berlin.

Im vergangenen Jahr belegte die SSG beim Qualifikationsturnier in Rostock Rang vier und verpasste damit nur knapp die Teilnahme an der Endrunde. Entsprechend hoch ist die Motivation, diesmal den nächsten Schritt zu gehen.

Ein Dank gilt in diesem zusammenhang der HOPPE AG und der Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde, die die Goalballer finanziell bei den hohen Startgeld- und Flugkosten unterstützt hat.

 

Drei Härtetests am Freitag

Alle Gruppenspiele bestreiten die Marburger am Freitag, 20. Februar (jeweils deutsche Zeit).

Um 10:05 Uhr trifft die SSG auf ASD Omero Bergamo (live auf Goalball TV YouTube channel). Die italienische Spitzenmannschaft belegte im vergangenen Jahr in Rostock Rang sieben bei der Qualifikationsrunde. Mit Christian Mair steht ein ehemaliger Bundesligaspieler im Aufgebot, der 2025 für den SSV BS Königs Wusterhausen aktiv war. Auf dem Papier gelten die Italiener als Außenseiter der Gruppe.

Um 13:20 Uhr folgt das Duell mit dem portugiesischen Vertreter FC Porto. Porto erreichte im Vorjahr die finale Endrunde und belegte dort Rang neun. Mit mehreren Nationalspielern im Kader bringt das Team internationale Erfahrung mit. Es dürfte ein Spiel auf Augenhöhe werden.

Den Abschluss des Tages bildet um 18:45 Uhr die Begegnung mit den Fen Tigers aus dem englischen March. Gegen die Briten mussten einige SSG-Spieler im Dress der Nationalmannschaft in den vergangenen zwei Jahren mehrfach Niederlagen hinnehmen, zuletzt im Dezember bei einem internationalen Turnier in Barcelona. Dennoch zeigt die Formkurve der Marburger nach oben – das Spiel verspricht Hochspannung.

 

Am Samstag stehen Viertel- und Halbfinale auf dem Programm, ehe am Sonntag die Platzierungsspiele folgen.

 

„Wollen den Schritt ins Finale machen“

Cheftrainer Stefan Weil formuliert die Zielsetzung klar, bleibt jedoch realistisch:

„Unser Anspruch ist es, die Endrunde zu erreichen. Dafür müssen wir in der Gruppe von Beginn an stabil auftreten und unsere Chancen konsequent nutzen. Die Konkurrenz ist stark und international sehr erfahren. Wir wissen um die Qualität von Porto und den Fen Tigers – aber wir reisen mit Selbstvertrauen an und wollen den nächsten Entwicklungsschritt gehen.“

 

Im Aufgebot der Hessen stehen die Nationalspieler Nils Emig und Kürsat Özdemir sowie Nationalspielerin Annkathrin Denker. Verstärkt wird das Team erneut von Daniel Arendar (BSS Ilvesheim), der bereits in den vergangenen Jahren für die SSG international auflief.

Da die Bundesligaspieler Jonah Schmidt und Roman Qayumi studienbedingt fehlen, rückt mit Mehmet Eren Yildiz (BSS Ilvesheim) ein vielversprechendes Talent in den Kader. Yildiz gewann 2025 mit der Jugendnationalmannschaft die Goldmedaille bei der Europameisterschaft in Istanbul und bringt trotz seines jungen Alters internationale Erfahrung mit. Als Co-Trainer wird Lucas Daniel Landestrainer Weil unterstützen.

 

Was ist Goalball?

Goalball ist eine paralympische Mannschaftssportart, die speziell für sehbehinderte und blinde Menschen entwickelt wurde. Gespielt wird drei gegen drei

auf einem 9 × 18 Meter großen Feld. Die Tore erstrecken sich über die gesamte Grundlinie und sind 1,30 Meter hoch. Der Ball wiegt 1.250 Gramm und enthält

Glöckchen, die zur akustischen Orientierung dienen.

Alle Spieler tragen lichtundurchlässige Brillen, um gleiche Bedingungen zu gewährleisten. Die Verteidigung erfolgt mit dem gesamten Körper, während tastbare

Linien auf dem Spielfeld zur Orientierung genutzt werden. Ein Team hat pro Angriff maximal zehn Sekunden Zeit – dadurch entwickelt sich ein schnelles,

dynamisches Spiel mit hohem Tempo, spektakulären Paraden und zahlreichen Torchancen.

Erreicht ein Team einen Vorsprung von zehn Toren, wird das Spiel vorzeitig beendet. Goalball ist darüber hinaus eine inklusive Sportart – auch sehende

Menschen dürfen national an Wettkämpfen teilnehmen.

 
 
 

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