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Sportl. Veranstaltungen

Oktober
08.10- 13.10.2019 IBSA Goalball-EM
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20.10. - 03.11.2019 Breitensportfest Bad Füssing
23.10.2019 6. Runder Tisch Inklusion / Frankfurt

Buch: Inklusion in Sport und Spiel

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< Auftakt zur Goalball EM 2019 in Rostock
Dienstag, 08.10.2019 18:04 Alter: 13 Days

Hessen feierten bei WM im Showdown auf Sardinien große Erfolge


 

Vom 03. Bis 05.10.2019 kämpften 29 Damen, 44 Herren und 11 Mannschaften aus 17 Nationen um die Weltmeistertitel im Showdown für Blinde und Sehbehinderte. Die Delegation aus Deutschland bestand aus 5 Hessen, zwei Dortmundern und einer Spielerin aus Berlin, welche im April bei der Deutschen Meisterschaft die besten vier Plätze erspielten. Die Spieler aus Hessen wurden von der Kasseler Trainerin Birgit Vogt, Bianka Naser und Georg Riester begleitet. Zu den 14 Schiedsrichtern gehörte auch der achtzehnjährige Jonas Riester aus Kassel, der nach den Pisa-Open sein zweites internationales Turnier pfiff.

Thade Rosenfeldt aus Marburg zog mit jeweils zwei Siegen und einer Niederlage in der ersten und zweiten Runde ins Viertelfinale ein. Dort bezwang er seinen Gegner aus Estland deutlich ohne Satzverlust. Das Halbfinale bestritt der 29-jährige dreifache deutsche Meister gegen den Finnen Ari Lahtinen. Die beiden Linkshänder lieferten sich ein spannendes Match, in dem kaum Tore zugelassen wurden. Nach vier Sätzen musste sich Rosenfeldt jedoch dem Finnen mit 1:3 nach Sätzen geschlagen geben. Im Spiel um die Bronzemedaille traf Rosenfeldt erneut auf Vladimir Poliakov, gegen den er in der ersten Runde verloren hatte. Nachdem Rosenfeld die ersten zwei Sätze abgeben musste, holte er sich gegen den schlaggewaltigen Russen den dritten Satz. Mit 7:11 im vierten Satz verpasste er aber knapp einen Platz auf dem Podest. Persönlich verbesserte er sich jedoch seit der letzten WM im Jahr 2017 um 5 Plätze.

Manfred Scharpenberg aus Frankfurt nahm in diesem Jahr zum ersten Mal an einer Europa- oder Weltmeisterschaft teil. Mit seiner guten Abwehr und einem guten Angriffsspiel erreichte er ebenfalls mit je zwei Siegen und einer Niederlage in den beiden Vorrunden das Viertelfinale, welches er gegen den Finnen Ari Lahtinen bestritt. In einem sehr ausgeglichenen Spiel gewannen die Kontrahenten wechselseitig die Sätze. Erst im fünften Satz konnte der Weltranglistenvierte den deutschen Vize-Meister bezwingen und den Einzug ins Halbfinale klären. Die beiden Spiele um Platz 5-8 verlor Scharpenberg im Anschluss ebenfalls mit 1:2 Sätzen, mit dem 8. Platz machte er sich als WM-Neuling jedoch einen Namen, den man sich merken wird.

Stefan Collet aus Kassel zeigte im ersten Spiel der Vorrunde sein Können als er bereits mit 10:7 im entscheidenden Satz gegen Rosenfeldt führte, dieser drehte jedoch das Spiel und entschied es mit 13:10 für sich. Danach musste Collet sich wie Rosenfeldt dem Russen Poliakov geschlagen geben und verlor auch das dritte Spiel der Vorrunde gegen den Slowenen Repa. Als Vierter der Vorrunde spielte er nunmehr nur noch um die Plätze 31-39. In seiner Gruppe mit fünf viertplatzierten der Vorrunde erreichte er durch vier Siege den ersten Platz. Im Platzierungsspiel gegen den Gruppenersten der zweiten Fünfergruppe konnte er jedoch keinen Satz mehr gewinnen und fuhr als 32er ohne Weltranglistenpunkte nach Hause.

Kevin Bart aus Dortmund erreichte Platz 37.

Weltmeister wurde Adrian Sloninka aus Polen, den zweiten Platz belegte Ari Lahtinen aus Finnland.

 

Bei den Damen kamen neben der deutschen Meisterin Antje Samoray aus Berlin auch Bettina Steffan und Birgit Riester aus Kassel eine Runde weiter. Steffan und Riester verloren dann aber in der nächsten Runde in einer Dreier-Gruppe jeweils ihre beiden Spiele. Steffan traf hierbei jedoch auf die Erst- und Drittplatzierte der Weltrangliste, Riester auf die spätere Vizeweltmeisterin und die Turniersechste. Samoray zog mit zwei Siegen als Gruppenerste gegen Tanja Oranic aus Slowenien ins Viertelfinale ein. In fünf engen Sätzen schlug diese die Berlinerin, sodass diese durch eine Niederlage gegen die Finnin Jaana Pesari und einen Sieg gegen die Italienerin Graziana Mauro, einen guten 7. Platz belegte. Sie verbesserte sich damit seit dem letzten Jahr um sechs Plätze.

Riester und Steffan spielten mit Nicky Corstanje aus den Niederlanden und Monika Szwalek aus Polen um die Plätze 9-12 jede gegen jede.

Nachdem Steffan ihre Vereinskollegin Riester in der Vorrunde in drei Sätzen schlug, behielt diesmal Riester die Nase vorn. Mit einem weiteren Sieg gegen Corstanje belegte sie trotz lediglich einer Niederlage gegen Szwalek den 11. Platz, da auch diese beiden jeweils zweimal siegten und das bessere Satzverhältnis hatten. Steffan ging zwar gegen Riester und Szwalek über drei Sätze, ein Sieg war ihr in dieser Runde aber verwehrt. Somit schloss sie als WM-Neuling mit einem guten zwölften Platz das Turnier ab.

Melanie Kleinhempel aus Dortmund, welche zum ersten Mal an einem IBSA-Turnier teilnahm traf in der ersten Runde auf starke Gegnerinnen gegen die sie unterlag und als Gruppenfünfte lediglich noch um die Plätze 25-29 spielte. In dieser Runde gewann sie alle Matches und nahm 24 Weltranglistenpunkte mit nach Hause.

Weltmeisterin wurde Elzbieta Mielczarek aus Polen, zweite die Litauerin Oksana Dobrovolskaja. Den dritten Platz belegte Hanna Vilmi aus Finnland.

 

 

Am Teamwettbewerb nahmen 11 Nationen teil. Ein Team besteht aus fünf Personen, es müssen Männer und Frauen dabei sein. Pro Spiel stehen drei von ihnen abwechselnd an der Platte. Nach drei Aufschlägen wird jeweils gewechselt.

Für Deutschland starteten Rosenfeldt, Scharpenberg, Collet, Samoray und Steffan. Die Vorrunde beendeten die Deutschen mit Siegen über Dänemark und Bulgarien und Niederlagen gegen Polen und Italien als Gruppendritte. Das Spiel gegen Italien war  hier am engsten, die Italiener siegten am Schluss mit 31:28. Im Viertelfinale gegen Finnland konnten die Deutschen nicht mithalten und schafften daher nicht den Einzug ins Halbfinale. So trafen sie bei den Spielen um Platz 5-8 erneut auf die italienische Mannschaft. Dieses Mal mussten sich die Gastgeber jedoch dem Team Rosenfeldt, Scharpenberg und Samoray geschlagen geben. Mit einem weiteren Sieg über Dänemark konnten sie sich über einen guten fünften  Platz freuen.

Auch den Teamwettbewerb gewannen die Polen. Platz zwei und drei belegten Russland und Slowenien.

Alle Spielergebnisse sind auf der Seite www.showdown2019.it nachzulesen.

Einen Videomitschnitt der Eröffnungsfeier und aller Spiele auf Platte 1 findet man auf youtube bei sports paralimpici-2019 IBSA Showdown Worldchampionship.

 

Fotos: Birgit Vogt

Text: Birgit RIester