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Dienstag, 11.06.2019 19:50 Alter: 96 Days

HBRS Team erschwimmt 41 Medaillen in Berlin bei Internationaler Deutscher Meisterschaft

mehrere deutsche Rekorde in Berlin gebrochen


Paralympische Spitzenschwimmer und Nachwuchsathleten kämpften in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europa-Sportpark bei der 33. Internationalen Deutschen Meisterschaft 2019 vom 6. bis 9. Juni um die Medaillen. Über 500 Athleten aus 40 Nationen nahmen auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in London an den Wettkämpfen teil. Die meisten internationalen Schwimmer brachten die Mannschaften aus Großbritannien, Spanien, Japan, den Niederlanden und Polen in Berlin an den Start. 

 

Das Schwimm-Team des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (HBRS) war mit 9 Schwimmern in Berlin vertreten. Bei über 60 Einzelstarts, für die sich die Athleten im Vorfeld qualifiziert hatten, kehrte das Team mit 5 Medaillen in der Altersklassenwertung und 26 Medaillen in der Wertung nach Startklassen zurück. Auch über 16 Finalteilnahmen seiner Athleten freute sich Landestrainer Thomas Hoppe. Diese brachten noch einmal 10 Podestplätze.

 

Berechnet wurden die Platzierungen mit einem internationalen Punktesystem, das Bezug nimmt auf den jeweiligen Weltrekord in den verschiedenen Klassen und dadurch die unterschiedlichen Behinderungen vergleichbar macht.

Daniel Simon (VSG/DSW Darmstadt) gewinnt in seiner Klasse der Schwimmer mit Sehbehinderung über 50m Schmetterling die Silbermedaille mit 27,60 Sek. und wurde Zweiter hinter dem Briten Stephen Clegg und vor Maksim Vashkevich aus Weißrussland. Außerdem konnte der gebürtige Darmstädter drei Bronzemedaillen über 50 m Brust (33,30 Sek.), 50 m Rücken (31,73 Sek.) und 100 m Brust (1.15,38 Min.) seiner Medaillensammlung hinzufügen. Über seine Finalteilnahmen sicherte sich Simon den nationalen deutschen Meistertitel über 100m Brust (1:14,81) und den Vizemeistertitel über 50m Brust (0:33,52) hinter Taliso Engel von der SG Bayer.

Sehr erfolgreich war auch die 18-jährige Kim Snyder vom VFS Rödermark bei ihren neun Starts. Im ersten Jahr in der offenen Wertung erkämpfte sie sich in den morgendlichen Vorläufen gleich vier Mal einen Finalplatz „Jede Finalteilnahme ist eine Belohnung für die Arbeit im letzten Jahr“, freute sich Kim. Durch die verschiedenen Wertungen nach Startklasse, verschiedene nationale und internationale Wertungen hatte sie danach gleich 8 Medaillen in ihrem Gepäck. In jeder Hinsicht am meisten Gewicht haben die beiden nationalen deutschen Vize-Meistertitel über 50m und 100m Rücken. Groß war auch ihre Freude über drei Deutsche Rekorde in der Startklasse AB (Allgemeine Behinderung) für 100 Meter Brust (1:22,82), 50 Meter Rücken (0:33,70) und  200 Meter Lagen (2:39,53).

 

Yannick Pelikan vom Ersten Offenbacher SC startete ebenfalls zum ersten Mal im offenen Feld aller Schwimmer. Durch das Wegfallen der Jugendfinale hatte er nun erstmals etwas Zeit für Berlin. Der 18-Jährige durfte am Ende vier  Medaillen in der Startklasse AB mit nach Hause nehmen. „Mein Highlight ist der Deutsche Rekord über 100m Freistil“, freute sich der 18-jährige Offenbacher nach dem Rennen, das er in 0:58,15  beendete.

 

Jannik Wegmann (Jg. 2002) startet ebenfalls in der Startklasse AB und ging gleich 10 Mal an den Start. Der 17-jährige Gelnhausener hat seine letzte Chance auf Jugendfinalteilnahmen gleich sieben Mal genutzt und fuhr mit sieben Medaillen der Startklassenwertung und sechs Medaillen in den Nationalen Wertungen nach Hause. Der deutsche Jugendmeistertitel über 100 Meter Freistil war seine Belohnung für das viele Training im letzten Jahr. Dass er sich in diesem Jahr weiterentwickelt hat, zeigen auch die beiden neuen Deutschen Rekorde über 400m Lagen (5:12,75) und über 200m Brust (2:50,99).  

 

Vielstarter Valentin Leon Trabert (Jg. 2005) vom SC Bad Nauheim rutschte dieses Jahr in die B-Jugend und hatte bei seinen 12 Starts am Ende sechs Medaillen in der Altersklassen- und Startklassenwertung (AB) gewonnen. Am letzten Wettkampftag hatte sich der 14-jährige warm geschwommen. „ 4 Starts, 4 Bestzeiten – jetzt endlich läuft es“, meinte Valentin. Zuvor hatte er auch er sich einen Startplatz im Jugendfinale über 50m Brust erkämpft. 

 

Die 21-jährige Katharina Ganz startet im Behindertensport für den VSG Darmstadt. Sie hatte sich auf vier Starts konzentriert  und gewann in ihrer Paradedisziplin Brust zwei Silbermedaillen über 50m in 0:40,49 und 100m in 1:30,06 in der Startklassenwertung S14 (GB). „Ich finde die Stimmung bei der IDM einfach toll“, meinte eine strahlende Katharina, „aber mit Medaillen nach Hause zu fahren ist noch schöner“. 

 

Ebenfalls für den VSG Darmstadt schwimmt Nachwuchsathletin Marie Seidel (Startklasse S10). Auch für sie war die Größe des internationalen Wettkampfs bei ihrer ersten Teilnahme in Berlin etwas ganz Besonderes. Die 12-jährige Marie zeigte ihre punktbeste Leistung zeigt über 50m Rücken (0:48,47 / 254 Punkte) und hat sich sicher schon Ziele für den nächsten Wettkampf gesetzt. 

 

Steven Bessler (Jg. 2002) vom SV Poseidon Limburg war bereits zum zweiten Mal bei der IDM dabei und kannte die Abläufe schon. Im Vergleich zum letzten Jahr startete er auch über längere Distanzen und punktete vor allem in den Freistilstrecken. Im kommenden Jahr wird auch er in der offenen Klasse starten. Mit seiner Leistung konnte er sich jetzt schon für die ersten Strecken bei der IDM 2020 qualifizieren.

 

Richtig routiniert sind die Schwimmer in den Masters-Klassen, in denen dann auch wieder bessere Medaillen-Chancen bestehen. Dieses Jahr war im hessischen Team nur eine Schwimmerin mit am Start. Anja Völlmecke (VSG Darmstadt) gewann 2 Bronze-Medaillen in der Wertung Masters 2 über 50m Rücken und 200m Freistil.

 

Aus dem Kader stellte Landestrainer Thomas Hoppe fünf Staffeln für den HBRS zusammen. Die beste Platzierung war der vierte Platz der 4x50m Lagen Mixed Staffel mit 494 Punkten in der Besetzung Kim Snyder, Katharina Ganz, Yannick Pelikan und Jannik Wegmann.

 

Nähere Informationen zum Wettkampf unter http://www.idm-schwimmen.de/

 

Text: Marie-Louise Ganz und Christiane Simon