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DBS-Lehrgangsplan 2018

Teilnahmeregelungen für den DBS und HBRS

 

1. Teilnahmebedingungen

1.1 Erfahrungsgemäß bringen viele Teilnehmer/-innen Vorkenntnisse über eigene Sporterfahrungen (z. B. durch Teilnahme am Übungsangebot der Vereine) sowie über den Umgang mit einer bestimmten Zielgruppe von Menschen mit Behinderung mit. Die Inhalte der Lehrgänge sind auf die Belange von Sporttreibenden mit Behinderung abgestimmt. Im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe und der damit verbundenen gewünschten Selbstbestimmung der Sportgruppen ist die Ausbildung von Menschen mit Behinderung zu Übungsleiter/-innen ausdrücklich erwünscht.

1.2 Angehende Übungsleiter/-innen müssen körperlich, mental und sozial in der Lage sein, eine Sportgruppe für Menschen mit Behinderung verantwortungsvoll zu leiten.

1.3 Weitere Voraussetzungen für die Zulassung zur bzw. das Bestehen der Ausbildung sind:

• Vollendung des 18. Lebensjahrs

• vollständige Anmeldung (in der Regel über einen Mitgliedsverein der Landes- oder Fachverbände)

• regelmäßige und aktive Teilnahme an allen Lehrgangsterminen. Bei einer unregelmäßigen Teilnahme kann der Lehrgang auf Einzelfallentscheidung beim Lehrgangsanbieter unter Anerkennung der bereits besuchten Lehrgangseinheiten wiederholt werden.

1.4 Bestimmte Ausbildungs- und Studiengänge (siehe Anerkennung anderer Ausbildungsgänge zu den Ausbildungsblöcken im DBS) können als Vorkenntnisse anerkannt werden und eine Verkürzung der Ausbildungszeit hervorrufen. Hierfür muss ein Antrag bei der Geschäftsstelle des zuständigen Landes- oder Fachverbandes gestellt werden.

2. Anmeldeverfahren

2.1 Die Teilnehmer/-innen müssen diese allgemeinen Hinweise einhalten und die Voraussetzungen für die jeweiligen Lehrgänge erfüllen.

2.2 Die Anmeldung erfolgt auf dem entsprechenden Anmeldeformular des DBS (s. Anhang) oder über das Anmeldeformular des Lehrgangsanbieters in der Regel über einen Mitgliedsverein des jeweiligen Landes- oder Fachverbandes.

2.3 Der angegebene Meldeschluss ist zu berücksichtigen. Die Annahme später eingehender Meldungen liegt im Ermessensbereich des Lehrgangsanbieters.

2.4 Wenn die Anmeldung über einen Verein erfolgt, hat dieser auf dem Anmeldeformular zu bescheinigen, dass die angemeldeten Teilnehmer/-innen im Verein des jeweiligen Landes- oder Fachverbandes eingesetzt werden.

2.5 Der/Die Teilnehmer/-in erhält über den Lehrgangsanbieter eine Rückmeldung zu seiner Anmeldung sowie bei einer Bestätigung der Anmeldung die Details zur Kostenabwicklung.

2.6 Der Lehrgangsanbieter übermittelt den Teilnehmerinnen/Teilnehmern vor Beginn der Ausbildung gegebenenfalls weitere Informationen zum Lehrgang und ist Ansprechpartner bei allen Fragen zum Lehrgang.

2.7 Die Durchführung des Lehrgangs ist von einer Mindestteilnehmerzahl abhängig, die der Lehrgangsanbieter festlegt. Sollte diese Zahl nach Meldeschluss nicht erreicht werden, kann der Lehrgangsanbieter den Lehrgang absagen.

2.8 Der Lehrgangsanbieter behält sich eine Änderung des Lehrgangsorts/-termins aus organisatorischen Gründen vor.

3. Kosten

3.1 Die Kosten und Lehrgangsgebühren sind aufgrund der unterschiedlichen Förderbedingungen in den Ländern unterschiedlich und den Ausschreibungen der Lehrgänge zu entnehmen. In der Regel unterscheiden sich die Kosten für Teilnehmer/-innen aus dem ausrichtenden Landesverband zu den Teilnehmerinnen/Teilnehmern aus anderen Landes- und Fach-verbänden sowie DBS-externen Teilnehmerinnen/Teilnehmern.

3.2 Die Lehrgangsgebühren sind nach der Anmeldebestätigung zum Lehrgang bis zu der angegebenen Frist entsprechend zu entrichten. Wird diese Frist nicht gewahrt, behält sich der Lehrgangsanbieter das Recht vor, den Teilnahmeplatz ohne weitere Benachrichtigung an eine andere Person zu vergeben.

3.3 Für DBS-externe Teilnehmer/-innen, die nicht über einen Verein zum Lehrgang angemeldet wurden, besteht während des Lehrgangs keine Haft- und Unfallversicherung gemäß der Versicherungsverträge der LSB für Vereinsmitglieder.

3.4 Der Umgang mit der Annahme von Bildungsschecks oder die Handhabung von Stornogebühren obliegt den Lehrgangsanbietern und ist unterschiedlich geregelt.

 

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ergänzende Teilnahmeregelungen für den HBRS

 

1. Anmeldeverfahren

1.1. Die Anmeldung erfolgt anhand der Online-Anmeldung für hessische Mitgliedsvereine. Sollten sich hessische Vereine in Papierform anmelden, so wird eine Gebühr in Höhe von € 5,- zusätzlich erhoben. Für DBS-Mitglieder und Sonstige gilt die Anmeldung in Papierform ohne zusätzliche Gebühr. Der Meldeschluss ist verbindlich.

1.2. Der Eingang der Anmeldung wird grundsätzlich per E-Mail bestätigt. Die Rechnungsstellung erfolgt in einem gesonderten Schreiben, nachdem die Durchführung des Lehrganges gesichert ist.

1.3 Übernachtungsbuchungen können nur bis Meldeschluss berücksichtigt werden, danach ist keine Änderung (z.B. Um- bzw. Nachbuchung) mehr möglich.

1.4 Anmeldungen sind personenbezogen und sind bei Ab-, Ummeldungen bzw. Stornierungen nicht auf Dritte übertragbar.

1.5 Ab-, Ummeldungen bzw. Stornierungen sind ausschließlich vom Vertragspartner (Teilnehmer/in) in schriftlicher Form zu tätigen.

2. Kosten

2.1 Für die fristgerechte Zahlung ist der Teilnehmer bzw. Rechnungsempfänger verantwortlich.

2.1.1Wird die Lehrgangsgebühr nicht innerhalb der angegebenen Frist entrichtet, behält sich der HBRS das Recht vor, den Teilnehmer bzw. Rechnungsempfänger in Regress zu nehmen. Der Teilnehmerplatz wird ggf. ohne weitere Benachrichtigung storniert. Die entstehenden Stornokosten (20% der Lehrgangsgebühr) werden dem in der Anmeldung angegebenen Rechnungsempfänger in Rechnung gestellt.

2.1.2 Bildungsschecks, -gutscheine etc. können leider nicht eingelöst werden.

2.1.3 Die Höhe der Lehrgangsgebühr ergibt sich durch das Ausfüllen auf dem Anmeldeformular unter Punkt 5+6. Sollten hier keine Angaben bei Anmeldung gemacht worden sein, wird die Gebühr „Sonstige“ erhoben und eine nachträgliche Berücksichtigung kann nicht erfolgen.

2.2 Die Lehrgangsgebühren verstehen sich inklusive Übernachtung in Zweibettzimmern in Alsfeld, Frankfurt, Grünberg und Wetzlar (Ausnahme: Eschwege und Rotenburg a. d. Fulda im EZ) und Verpflegung (Frühstück, Mittag- und Abendessen) – bei Nichtinanspruchnahme der
Übernachtung entfällt der Frühstücksanspruch. Abweichungen der oben genannten Regelungen sind in der Terminübersicht kenntlich gemacht. Eine Ermäßigung bei Nichtinanspruchnahme einer Leistung ist grundsätzlich nicht möglich.

2.3 Bei Absagen nach Erhalt der Anmeldebestätigung wird grundsätzlich eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 20% der Lehrgangsgebühr an den in der Anmeldung angegebenen Rechnungsempfänger erhoben.

2.4 Bei Absagen innerhalb einer Woche vor Lehrgangsbeginn ist eine Rückzahlung der
Lehrgangsgebühr nicht mehr möglich.

2.4.1Bei Absagen innerhalb einer Woche vor Lehrgangsbeginn durch Krankheit und Vorlage eines Attestes wird eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 50% der Lehrgangsgebühr erhoben.

2.5 Sollte ein Ausschluss an der Ausbildung durch die Lehrgangsleitung aufgrund von Fehlzeiten erfolgen, ist keine Rückerstattung der Lehrgangsgebühr möglich und die Ausbildung ist komplett neu zu besuchen.

3. Lehrgangsmaterialien

3.1 Wir empfehlen den Kauf des Handbuches „Rehabilitationssport“, darauf wird in der Rechnung der Lehrgangsgebühr hingewiesen. Die Lehrgangsteilnehmer erhalten vor Ort die Skripte der Referenten in kopierter Form als unterstützendes Arbeitsmaterial.

4. Lizenzvergabe

4.1 Den Landes- und Fachverbänden steht es frei, eine Gebühr für die Lizenzausstellung zu erheben.

4.2 Die Lizenzen sind im gesamten Bereich des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gültig.

4.3 Die Gültigkeit der Lizenzen beginnt mit dem Datum der Ausstellung und endet jeweils am 31. Dezember des letzten Jahres  der Gültigkeitsdauer. Die Lizenz „Übungsleiter Rehabilitationssport“ hat eine Gültigkeit von 4 Jahren (Ausnahme Lizenz „Innere Medizin“ – Gültigkeit 2 Jahre).

4.4 Durch die gültige Lizenz „Übungsleiter B Rehabilitationssport“ ist die Voraussetzung  gemäß §13 der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 01.01.2011 gegeben.

4.5 Lizenzen werden grundsätzlich nur an Teilnehmer/-innen auf Antrag vergeben, die alle Bedingungen erfüllt haben und die nach der Ausbildung in einem Mitgliedsverein als Übungsleiter/-in aktiv werden.

4.6 Andere Teilnehmer/-innen erhalten Teilnahmebescheinigungen.

4.7 Vom Prüfling sind alle Unterlagen komplett vorzulegen, die für die Erteilung der Lizenz von Bedeutung sind. Das sind:
 •  Antrag auf Lizenzerteilung zusammen mit
 •  Teilnahmebescheinigungen der besuchten Lehrgänge
 •  Gültigen Nachweis eines 16-stündigen 1. Hilfe Kurses den (nicht älter als 2 Jahre)
 •  1 Passbild pro zu beantragender Lizenz (Name auf Rückseite eintragen)
 •  Bestätigung eines HBRS Mitgliedsvereins
 •  Entsprechende Hospitationsnachweise und -berichte
 •  Ehrenkodex

Die gültigen Lizenzen sind ebenfalls Voraussetzung für die öffentliche Bezuschussung der Tätigkeit in den Sportvereinen und Abteilungen.

5. Lizenzverlängerung

5.1 Mit dem Erwerb einer Lizenz ist der Ausbildungsprozess nicht abgeschlossen. Die zeitliche und inhaltliche   Begrenzung   der jeweiligen Ausbildungsgänge macht eine Fort- und Weiterbildung didaktisch notwendig.

5.2 Innerhalb des Gültigkeitszeitraums muss eine Fortbildung mit mindestens 15 Lerneinheiten absolviert werden.

5.3 Es bestehen folgende Möglichkeiten zur Lizenzverlängerung:

• Teilnahme an einer Lehrgangsmaßnahme in den Blöcken 30 bis 90, in denen noch keine Lizenz erworben wurde

• Teilnahme an allen in diesem Lehrgangsplan ausgeschriebenen Fortbildungsmaßnahmen

5.4 Zur Verlängerung der Lizenz im Bereich „Innere Medizin“ wird eine Fortbildung mit dem Thema „Reanimation in Herzsportgruppen“ mit 4 Lerneinheiten empfohlen.

5.5 Die Anerkennung von externen Fortbildungen obliegt dem HBRS und muss vorab mit dem Referent für Sport und Lehre abgeklärt werden.

5.6 Mit der Verlängerung der Gültigkeitsdauer für eine Lizenzstufe werden die darunter liegenden Lizenzstufen für den jeweiligen Zeitraum ihrer Gültigkeitsdauer mit verlängert. Dies gilt auch bei Fortbildungen für höhere Lizenzstufen.

5.7 Die Übungsleiterlizenz muss im Jahre des Ablaufens der Lizenz zusammen mit den entsprechenden Unterlagen (Original-Lizenz und Kopie der Fortbildungsmaßnahme) an die Geschäftsstelle des zuständigen Landes- oder Fachverbandes zur Verlängerung geschickt werden.

5.8 Lizenzen können nur verlängert werden, solange die Tätigkeit bei einem Mitgliedsverein des jeweiligen  Landesverbandes ausgeübt wird.

5.9 Weiterhin ist zu beachten, dass bei Überschreiten der Gültigkeitsdauer von Lizenzen generell folgende Regelungen gelten:
•     Fortbildung im ersten Jahr nach Ablauf der Gültigkeit
Die  Gültigkeitsdauer  wird  nach  Nachweis  einer  Fortbildungsveranstaltung  mit  mindestens  15 LE  um  die  vorgeschriebene Gültigkeitsdauer abzüglich einen Jahres verlängert.
•     Fortbildung im zweiten und dritten Jahr nach Ablauf der Gültigkeit
Die  Gültigkeitsdauer  wird  nach  Nachweis  einer  oder  mehrerer  Fortbildungsveranstaltungen mit  mindestens  30  LE  um  die vorgeschriebene Gültigkeitsdauer abzüglich von zwei bzw. drei Jahren verlängert.
•     Überschreitung der Gültigkeit um mehr als drei Jahre
Bei einer Überschreitung der Gültigkeitsdauer um mehr als drei Jahre verliert die Lizenz ihre Gültigkeit und die gesamte Ausbildung muss wiederholt werden.

 Ausnahme
Innere Medizin:
 Fortbildung in den ersten drei Monaten nach Ablauf der Gültigkeit
•     Die Gültigkeitsdauer der Lizenz wird nach Nachweis einer Fortbildungsveranstaltung mit mindestens 15 Lerneinheiten um die in 6.3.5.2. der Lizenzordnung angegebenen Jahre abzüglich eines Jahres verlängert.
BEISPIEL: Lizenz bis 2011 gültig – wenn 15 LE bis zum 31.03.2012 eingereicht werden, dann
Gültigkeit bis 2013

• Fortbildung ab dem vierten Monat bis zum Ende des zweiten Jahres nach Ablauf der Gültigkeit. Die Gültigkeitsdauer der Lizenz wird nach Nachweis einer Fortbildungsveranstaltung mit mindestens 30 Lerneinheiten um die in 6.3.5.2. der Lizenzordnung angegebenen Jahre abzüglich von 0 Jahren verlängert.
BEISPIEL: Lizenz bis 2011 gültig – wenn 30 LE vom 01.04.2011 bis zum 31.12.2013 eingereicht werden, dann Gültigkeit bis 2013

•     Überschreiten der Gültigkeitsdauer von mehr als 2 Jahren
Beim Überschreiten der Gültigkeitsdauer von mehr als 2 Jahren verliert die Lizenz ihre Gültigkeit und die gesamte Ausbildung muss
wiederholt werden:
BEISPIEL: Lizenz bis 2011 gültig – ab dem 01.01.2014 verliert die Lizenz die Gültigkeit und die Ausbildung muss wiederholt werden.

5.10  Es wird darauf hingewiesen, dass ein Übungsleiter mit ungültiger Übungsleiterlizenz keine Rehasportgruppe mehr leiten darf.

Bitte beachten !!!
Eine Lizenzverlängerung erfolgt nur dann, wenn die Lizenz  mit dem Verlängerungsantrag über einen Mitgliedsverein des HBRS eingereicht wird.

Für die Neuausstellung einer Lizenz, nutzen Sie den Lizenzantrag; für die Verlängerung der Lizenz, den Lizenzverlängerungsantrag.